Texte, Bilder & Videos für Ihre Webseite – wer liefert was?
Texte selbst schreiben oder beauftragen, passende Bildformate, Bildrechte, Video und Firmenblog: So planen Sie die Inhalte Ihrer Webseite richtig.
Eine Webseite ist nur so überzeugend wie ihre Inhalte: Texte, die Ihre Kunden verstehen, Bilder, die schnell laden und rechtlich sauber sind, und – wo es passt – Videos oder ein Blog. Dieser Ratgeber zeigt Inhabern kleiner Betriebe, wer diese Inhalte liefern kann, worauf es bei Tonalität, Dateiformaten und Nutzungsrechten ankommt und wann sich Video oder ein Firmenblog lohnen. Am Ende finden Sie eine Checkliste, mit der Sie vor dem Start alle Zuständigkeiten klären.
Das Wichtigste in Kürze
- Texte können Sie selbst schreiben, beauftragen oder beides kombinieren – oft ist die Mischung aus Ihrem Fachwissen und professioneller Überarbeitung der beste Weg.
- Legen Sie eine Tonalität fest, die zu Branche und Zielgruppe passt, und halten Sie sie in allen Texten durch.
- Bilder gehören in passender Größe, komprimiert und in modernen Formaten wie WebP auf die Seite – das hält die Ladezeit kurz.
- Verwenden Sie nur Bilder, Videos und Musik, deren Nutzungsrechte geklärt sind, und holen Sie das Einverständnis abgebildeter Personen ein.
- Video und Blog lohnen sich nur, wenn sie echten Mehrwert bieten und Sie sie dauerhaft pflegen können.
Texte für die Webseite: selbst schreiben oder schreiben lassen?
Gute Texte sind das Rückgrat Ihrer Webseite. Sie erklären, was Sie anbieten, für wen und warum man sich gerade bei Ihnen melden sollte. Ob Sie selbst schreiben oder schreiben lassen, hängt von Zeit, Budget und Qualitätsanspruch ab – alle Wege funktionieren, wenn die Erwartungen klar sind.
Selbst schreiben
Niemand kennt Ihr Geschäft so gut wie Sie. Selbst geschriebene Texte wirken authentisch und verursachen keine zusätzlichen Kosten. Dafür brauchen sie Zeit, und oft fehlt der Abstand für eine klare Struktur und eine suchmaschinenfreundliche Aufbereitung. Bewährt hat sich: Sie schreiben den ersten Entwurf, jemand anderes liest gegen und kürzt. So bleibt Ihre Stimme erhalten, der Text wird aber lesbarer und zielgerichteter.
Texter oder Agentur beauftragen
Professionelle Texter formulieren sauber, sorgen für einen einheitlichen Ton und haben Suchmaschinen oft gleich im Blick. Das kostet Geld und funktioniert nur mit einem guten Briefing: Wer ist Ihre Zielgruppe, welche Botschaften sind Ihnen wichtig, was passt nicht zu Ihnen? Ohne diese Angaben entstehen austauschbare Texte. Klären Sie außerdem vorab:
- Erhalten Sie die Nutzungsrechte an den Texten?
- Sind Korrekturen und spätere Anpassungen im Preis enthalten?
- Wer haftet für inhaltliche Fehler?
Die Mischung: oft der beste Weg
Häufig sinnvoll ist eine Arbeitsteilung: Kernbotschaften und Fakten kommen von Ihnen, Struktur und Formulierung vom Texter. Oder Sie liefern Rohfassungen, die anschließend redaktionell überarbeitet werden. So sparen Sie Geld und behalten die inhaltliche Kontrolle. Auch KI-Werkzeuge können beim Entwurf helfen – worauf Sie dabei achten sollten, lesen Sie im Ratgeber KI-generierte Texte für die Webseite.
Woran Sie gute Webseiten-Texte erkennen
Egal, wer schreibt – prüfen Sie jeden Text vor der Veröffentlichung:
- Passt er zu Ihrer Zielgruppe und beantwortet er deren Fragen?
- Ist er frei von Rechtschreib- und Tippfehlern?
- Macht er keine Versprechen, die Sie nicht halten können?
- Stimmen regionale Bezüge wie Magdeburg oder Sachsen-Anhalt, und sind sie natürlich eingebaut statt in jeden Satz gestopft?
Welche Tonalität passt zu Ihrem Betrieb?
Soll Ihre Webseite seriös und sachlich wirken oder nahbar und locker? Die Tonalität sollte zu Ihrer Branche und Ihrer Zielgruppe passen: Eine Steuerkanzlei bleibt meist formeller, ein Café oder ein Handwerksbetrieb darf persönlicher klingen. Dazu gehört auch die Entscheidung, ob Sie Ihre Kunden siezen oder duzen.
Legen Sie die Tonalität einmal fest und halten Sie sie überall durch – auf der Webseite ebenso wie in E-Mails und Social-Media-Beiträgen. Das wirkt professionell und macht Sie wiedererkennbar.
Bilder für die Webseite: Welches Format, welche Größe?
Gute Bilder unterstützen Ihre Botschaft und machen die Seite ansprechend – wenn sie technisch richtig aufbereitet sind. Format und Dateigröße bestimmen direkt, wie schnell Ihre Webseite lädt.
Das passende Dateiformat
- WebP: eignet sich für Fotos und Grafiken, oft bei kleinerer Dateigröße als JPEG oder PNG, und wird von allen gängigen Browsern unterstützt.
- JPEG: der Klassiker für Fotos mit vielen Farben.
- PNG: für Grafiken mit transparentem Hintergrund oder mit Schrift.
- SVG: für Logos und Icons – als Vektorgrafik bleiben sie in jeder Größe scharf.
Größe und Ladezeit
Laden Sie Bilder ungefähr in der Größe hoch, in der sie angezeigt werden – also nicht 4.000 Pixel breit, wenn auf der Seite nur 800 Pixel genutzt werden. Für hochauflösende Bildschirme darf es etwas mehr sein, etwa die doppelte Anzeigebreite. Komprimieren Sie die Dateien zusätzlich, bevor Sie sie hochladen.
Zu viele oder zu große Bilder verzögern das Laden, besonders auf dem Handy. Die Folge: Besucher springen ab, und auch bei Suchmaschinen können langsame Seiten schlechter abschneiden. Weniger Bilder, passende Formate und komprimierte Dateien halten Ihre Seite schnell. Ist Ihre Seite bereits spürbar träge, hilft der Ratgeber Webseite langsam oder am Handy unbrauchbar? weiter.
Geben Sie jedem aussagekräftigen Bild außerdem einen kurzen Alternativtext, der beschreibt, was zu sehen ist. Er hilft Menschen, die einen Screenreader nutzen, und Suchmaschinen gleichermaßen.
Welche Bilder dürfen Sie verwenden?
Bei Bildern ist die rechtliche Seite mindestens so wichtig wie die technische. Klären Sie für jedes Bild, woher es stammt und in welchem Umfang Sie es nutzen dürfen:
- Selbst aufgenommene Fotos: ideal, wenn sie Ihr Team, Ihre Räume oder Ihre Arbeit zeigen. Sind Personen zu erkennen, brauchen Sie deren Einverständnis (Recht am eigenen Bild) – am besten schriftlich.
- Fotos vom Fotografen: Vereinbaren Sie schriftlich, ob Sie die Bilder unbeschränkt für Ihre Webseite nutzen dürfen und ob das auch für andere Kanäle wie Social Media gilt.
- Stockfotos und frei lizenzierte Bilder: nur mit klarer Lizenz, etwa von lizenzfreien Bildanbietern oder unter einer Creative-Commons-Lizenz. Prüfen Sie die Bedingungen: Ist eine Namensnennung nötig, ist die kommerzielle Nutzung erlaubt, dürfen Sie das Bild bearbeiten? Bilder mit dem Vermerk „nur redaktionelle Nutzung“ sind für Werbung und Firmenauftritte in der Regel nicht freigegeben.
- Screenshots und Logos anderer Unternehmen: nur, wenn Sie das Recht zur Nutzung haben. Bei Marken können zusätzlich markenrechtliche Grenzen gelten.
Bewahren Sie Lizenznachweise und Einverständniserklärungen auf, damit Sie die Rechte im Zweifel belegen können. Ohne klare Rechte sollten Sie ein Bild nicht verwenden – sonst drohen Abmahnungen und Unterlassungsansprüche. Lieber weniger Bilder als unsichere. Weitere typische Stolperfallen beschreibt der Ratgeber Abmahnung vermeiden: typische Fehler auf Webseiten.
Video auf der Webseite: Wann lohnt es sich?
Video kann Ihre Webseite lebendiger machen und komplexe Themen anschaulich erklären. Gut geeignet ist es vor allem für:
- Erklärungen und Anleitungen nach dem Motto „So funktioniert …“
- Einblicke in Ihr Team, Ihre Räume oder Ihre Arbeitsweise
- kurze Willkommens- oder Imagefilme
Wenn Ihre Zielgruppe Videos schätzt und Sie gutes Material haben, kann ein Video Vertrauen schaffen und Besucher länger auf der Seite halten. Ohne echten Mehrwert ist Text oft die bessere Wahl: schneller erfasst und schneller geladen.
Einbindung und Ladezeit
Videodateien sind groß. Liegt eine Datei direkt auf Ihrem Webspace und wird beim Seitenaufruf mitgeladen, kann das die Seite stark verlangsamen. Besser: Sie lassen das Video von einem darauf spezialisierten Dienst ausliefern, etwa Vimeo oder einem Content Delivery Network (CDN), und binden es ein – oder Sie verlinken es nur. Wenn Sie ein Video selbst bereitstellen, nutzen Sie ein verbreitetes Format wie MP4 mit dem Codec H.264 und eine Auflösung, die zur Anzeigegröße passt.
Lassen Sie Besucher selbst entscheiden, ob ein Video startet. Automatisch abspielende Videos stören viele und sind auch aus Sicht der Barrierefreiheit oft problematisch. Untertitel oder ein Transkript machen Ihr Video zudem für Menschen zugänglich, die den Ton nicht hören können oder gerade nicht hören wollen.
Recht und Datenschutz bei Videos
- Eigene Aufnahmen: Holen Sie das Einverständnis aller erkennbaren Personen ein und verwenden Sie keine geschützte Musik ohne Lizenz.
- Eingebettete Videos von YouTube, Vimeo und Co.: Beim Laden des Players werden oft Daten an den Anbieter übertragen. Das ist datenschutzrechtlich relevant: Informieren Sie Besucher vorher und holen Sie, wo nötig, eine Einwilligung ein, etwa über Ihr Cookie-Banner.
- Datensparsame Alternative: Zeigen Sie zunächst nur ein Vorschaubild und laden Sie das Video erst nach einem Klick – oder verlinken Sie es einfach.
Wie Sie Einwilligungen sauber einholen, erklärt der Ratgeber Cookie-Banner und Tracking: Einwilligung richtig umsetzen.
Lohnt sich ein Blog auf der Firmenwebseite?
Ein Blog kann Ihre Webseite mit Leben füllen, zusätzliche Suchanfragen bedienen und Sie als Fachleute zeigen. Ob er sich für Ihren Betrieb lohnt, hängt von Ihrer Zeit, Ihren Zielen und Ihrer Zielgruppe ab.
Wann ein Blog sinnvoll ist
- Sie möchten bei Suchanfragen wie „Tipps zu …“, „Wie …“ oder „… in Magdeburg“ gefunden werden.
- Sie haben regelmäßig etwas zu sagen: Themen aus dem Arbeitsalltag, häufige Kundenfragen, regionale Bezüge.
- Sie schreiben selbst oder beauftragen jemanden – und bleiben dauerhaft dran.
Dann kann ein Blog Ihre Sichtbarkeit und das Vertrauen in Ihren Betrieb stärken. Wie Sie in Ihrer Region besser gefunden werden, zeigt der Ratgeber Lokales SEO in Magdeburg und Sachsen-Anhalt.
Wann Sie es besser lassen
Wenn Sie kaum Zeit haben, keine Lust auf Texte und niemanden, der den Blog pflegt, verwaist er schnell. Eine veraltete „Aktuelles“-Seite wirkt schlechter als gar keine. Wenige, gut gepflegte Seiten sind dann die bessere Wahl als ein Blog, der nach drei Beiträgen einschläft.
Themen und Aufwand
Gute Themen für lokale Betriebe sind typische Kundenfragen, Anleitungen und Tipps aus Ihrer Branche, regionale Bezüge wie lokale Veranstaltungen oder Kooperationen sowie kurze Einblicke in Projekte, Team oder Arbeitsabläufe – mit Einverständnis der Beteiligten.
Ein Beitrag pro Monat ist bereits ein guter Rhythmus. Qualität geht vor Quantität: lieber kürzer und nützlich als lang und beliebig. Wenn Sie unsicher sind, starten Sie mit drei bis fünf Beiträgen und prüfen dann, ob Sie dranbleiben wollen.
Checkliste: Wer liefert was bis wann?
Halten Sie vor dem Projektstart schriftlich fest, wer welche Inhalte liefert. Das vermeidet Missverständnisse, Verzögerungen und rechtliche Probleme:
- Wer schreibt die Texte – Sie, ein Texter oder beide gemeinsam?
- Bis wann liegen Texte, Bilder und gegebenenfalls Videos vor?
- Welche Tonalität gilt, und siezen oder duzen Sie Ihre Kunden?
- Woher stammen die Bilder, und sind die Nutzungsrechte schriftlich geklärt?
- Liegen die Einverständnisse aller abgebildeten Personen vor?
- Sind die Bilder in passender Größe und in einem geeigneten Format aufbereitet?
- Wie werden Videos eingebunden, und ist der Datenschutz dabei berücksichtigt?
- Soll es einen Blog geben – und wer pflegt ihn dauerhaft?
Wie Sie Ihr Webseiten-Projekt insgesamt planen, zeigt der Ratgeber Webseite planen: Ziele, Zielgruppe und Zeitplan.
Fazit
Klare Zuständigkeiten sparen Zeit und Ärger: Wer Texte, Bilder und Videos liefert, bis wann und mit welchen Rechten, sollte vor dem Start feststehen. Texte gewinnen, wenn Ihr Fachwissen und eine professionelle Überarbeitung zusammenkommen. Bilder und Videos müssen schnell laden und rechtlich sauber sein – und ein Blog lohnt sich nur, wenn Sie ihn dauerhaft pflegen.
Dieser Beitrag ist ein allgemeiner Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.

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