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Planung & Konzeption

Welche Seiten braucht eine Firmenwebseite? Aufbau & Inhalte

Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, FAQ: Welche Seiten Ihre Firmenwebseite braucht, was draufgehört und wann sich eine zweite Sprache lohnt.

Aktualisiert am 9 Min. Lesezeit

Eine übersichtliche Firmenwebseite braucht nicht viele Seiten – aber die richtigen, in einer klaren Struktur. Dieser Ratgeber zeigt Inhabern kleiner Betriebe, welche Seiten zum Grundaufbau gehören, was jeweils darauf stehen sollte, wie Sie die Navigation anlegen und wann sich Extras wie eine FAQ-Seite oder eine zweite Sprache lohnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Den Grundaufbau bilden Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt – dazu Impressum und Datenschutzerklärung, meist im Footer verlinkt.
  • Jede Seite beantwortet eine klare Frage: Wer sind Sie, was bieten Sie an, wer steckt dahinter, und wie erreicht man Sie?
  • Wenige, eindeutig benannte Menüpunkte funktionieren besser als verschachtelte Untermenüs – besonders auf dem Smartphone.
  • Eine FAQ-Seite beantwortet wiederkehrende Kundenfragen und entlastet Telefon und Postfach.
  • Eine zweite Sprache lohnt sich nur bei klarem Bedarf und wenn Sie die Inhalte dauerhaft in guter Qualität pflegen können.

Der Grundaufbau: Welche Seiten braucht fast jede Firmenwebseite?

Für viele Betriebe reicht diese Einstiegsstruktur: Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt, dazu Impressum und Datenschutzerklärung. Darauf können Sie später aufbauen. Jede weitere Seite – etwa FAQ, Blog oder Referenzen – sollte einen klaren Mehrwert für Ihre Besucher haben. Welche Extras sinnvoll sind, hängt von Ihren Zielen und Ihrer Zielgruppe ab; wie Sie beides klären, zeigt der Leitfaden Webseite planen: Ziele, Zielgruppe und Zeitplan.

Startseite: in wenigen Sekunden Klarheit schaffen

Die Startseite beantwortet die wichtigsten Fragen: Wer sind Sie, was bieten Sie an, wo sind Sie tätig, und wie erreicht man Sie? Dafür genügen eine klare Überschrift, ein oder zwei Sätze zu Ihrer Leistung und ein gut sichtbarer Kontaktbutton. Verzichten Sie auf lange Textblöcke – Besucher sollen schnell erkennen, ob sie richtig sind. Eine regionale Nennung wie „Ihr Partner in Magdeburg“ stärkt das Vertrauen und hilft bei der lokalen Suche.

Leistungsseite: konkret beschreiben, was Sie anbieten

Beschreiben Sie Ihr Angebot in kurzen Abschnitten oder Stichpunkten: Was macht Sie aus, und was können Kunden erwarten? Klare Begriffe und regionale Bezüge helfen auch Suchmaschinen, Ihre Seite richtig einzuordnen. Bei wenigen Leistungen reicht eine Seite; bei mehreren Leistungsbereichen kann jeweils eine eigene Unterseite sinnvoll sein.

Über-uns-Seite: Vertrauen durch Gesichter und Geschichte

Im Netz fehlt der direkte Händedruck. Besucher gleichen das aus, indem sie nach den Menschen, dem Hintergrund und der Erfahrung hinter einem Betrieb suchen. Eine Über-uns-Seite, die das klar und sympathisch zeigt, baut Skepsis ab und erhöht die Bereitschaft, Kontakt aufzunehmen – gerade bei lokalen Kunden, die wissen wollen, mit wem sie es zu tun haben.

Was auf die Über-uns-Seite gehören kann

  • Kurze Geschichte: Wie ist das Unternehmen entstanden, und was ist Ihnen wichtig?
  • Team: Namen, Funktionen und am besten Fotos – echte Gesichter schaffen Vertrauen.
  • Werte und Arbeitsweise: Was zeichnet Sie aus, und wie gehen Sie mit Kunden um?
  • Referenzen oder Kundenstimmen: nur mit Einverständnis der Kunden; kurze Zitate reichen oft.
  • Lokaler Bezug: zum Beispiel „Seit … in Magdeburg tätig“ oder „Ihr Ansprechpartner in Sachsen-Anhalt“.

Nicht alles ist Pflicht – wählen Sie aus, was zu Ihnen passt und authentisch wirkt.

Ton und Fotos

Der Ton sollte zu Ihrer Branche passen, ob seriös oder nahbar, aber immer ehrlich. Fotos vom Team oder aus dem Arbeitsalltag wirken meist besser als austauschbare Stockbilder. Holen Sie dafür das Einverständnis der abgebildeten Personen ein, denn es gilt das Recht am eigenen Bild. Wer Texte und Fotos liefern kann, klärt der Ratgeber Texte, Bilder und Videos für Ihre Webseite.

Kontaktseite: alles für den nächsten Schritt

Die Kontaktseite ist oft der letzte Schritt vor einer Anfrage. Fehlen hier Informationen oder wirkt die Seite unübersichtlich, gehen Anfragen verloren.

Diese Angaben gehören auf die Kontaktseite

  1. Adresse: vollständig mit Postleitzahl und Ort, am besten mit einem Link zur Navigation.
  2. Telefonnummer: auf dem Smartphone per Fingertipp anrufbar (als tel:-Link), gegebenenfalls mit Sprechzeiten.
  3. E-Mail: als anklickbarer mailto:-Link oder über ein Kontaktformular, dessen Daten datenschutzkonform verarbeitet werden.
  4. Öffnungszeiten: stets aktuell – falsche Angaben verärgern Kunden.
  5. Hinweise: etwa „Termine nur nach Vereinbarung“ oder eine Notfallnummer.
  6. Handlungsaufforderung: ein gut sichtbarer Button wie „Jetzt anfragen“ oder „Termin vereinbaren“, der zum nächsten Schritt einlädt.

Mehrere Kontaktwege anbieten

Manche Menschen rufen lieber an, andere schreiben lieber. Bieten Sie deshalb mindestens zwei Kontaktwege an und kennzeichnen Sie bei Bedarf, wofür welcher gedacht ist, etwa „Schnelle Rückfragen: Telefon, ausführliche Anfragen: Formular“. WhatsApp oder andere Messenger sollten Sie nur einbinden, wenn Sie sie datenschutzkonform nutzen und die Kapazität haben, zeitnah zu antworten. Wie das geht, zeigt der Ratgeber Telefonnummer klickbar machen: Click-to-Call und WhatsApp.

Anfahrt und Karte

Ein Link zur Karte oder eine eingebettete Karte mit Ihrem Standort erleichtert die Anfahrt. Kurze Hinweise zu Parkplätzen und Haltestellen von Bus und Bahn sind für lokale Kunden besonders hilfreich. Beachten Sie: Eine eingebettete Karte, etwa von Google Maps, bindet einen Drittanbieter ein und ist deshalb datenschutzrechtlich relevant. Worauf es dabei ankommt, erklärt der Ratgeber Google Maps und Anfahrt auf der Webseite einbinden.

Impressum und Datenschutzerklärung: die Pflichtseiten

Impressum und Datenschutzerklärung sind rechtlich erforderlich – als eigene Seiten, die von überall auf der Webseite leicht erreichbar sind, in der Regel über einen Link im Footer. Fehlen sie, riskieren Sie Abmahnungen. Was hineingehört, erklärt der Ratgeber Impressum und Datenschutz: Pflichtangaben für Webseiten.

Navigation: Wie viele Menüpunkte braucht eine Firmenwebseite?

Eine klare Navigation hilft Besuchern, schnell das Richtige zu finden, und verhindert, dass sie abspringen. Für kleine und mittlere Firmenwebseiten reichen wenige, eindeutige Menüpunkte.

  • Weniger ist mehr: Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt im Hauptmenü, Impressum und Datenschutz im Footer – das genügt vielen Betrieben. Vermeiden Sie tiefe Verschachtelungen und viele Untermenüs, denn auf dem Smartphone wird das schnell unübersichtlich.
  • Logische Reihenfolge: Ordnen Sie die Menüpunkte so, wie Besucher vorgehen. Oft steht „Leistungen“ vor „Über uns“, weil Besucher zuerst das Angebot prüfen. Bleiben Sie bei der gewählten Reihenfolge.
  • Klare Bezeichnungen: „Leistungen“, „Services“ oder „Das bieten wir“ versteht jeder, „Kontakt“ oder „So erreichen Sie uns“ ebenso. Kreative Begriffe wie „Unser Mehrwert“, „Erlebnis“ oder „Dialog“ verwirren eher.
  • Mobil gut bedienbar: Auf dem Smartphone sollte das Menü leicht erreichbar sein, etwa über ein Hamburger-Menü oder klare Buttons. Wichtige Aktionen wie „Anfragen“ oder „Termin“ können Sie zusätzlich als Button hervorheben.

Lohnt sich eine FAQ-Seite?

Viele Besucher suchen vor dem Anruf oder der E-Mail nach Antworten, etwa zu Öffnungszeiten, Preisen, Anfahrt und Parken – oder darauf, ob Sie eine bestimmte Leistung überhaupt anbieten. Finden sie diese nicht, springen sie ab oder rufen an. Eine zentrale FAQ-Seite entlastet Sie und wirkt professionell. Zudem können Suchmaschinen die Fragen und Antworten indexieren und Ihre Seite bei passenden Suchanfragen anzeigen.

Typische Fragen lokaler Kunden

  • Wo genau sind Sie, wie komme ich hin, und wo kann ich parken?
  • Wann haben Sie geöffnet, und wann bekomme ich einen Termin?
  • Was kostet die Leistung, und gibt es ein unverbindliches Angebot?
  • Übernehmen Sie auch Aufträge außerhalb von Magdeburg oder in ganz Sachsen-Anhalt?
  • Wie lange dauert es, bis ich mit dem Ergebnis rechnen kann?

Die besten FAQ-Texte entstehen aus echten Anfragen: Sammeln Sie Fragen aus E-Mails, Anrufen und Gesprächen.

Aufbau und Suchmaschinen

Stellen Sie jede Frage als eigene Überschrift dar und die kurze Antwort direkt darunter. So sind die Inhalte für Besucher und Suchmaschinen klar gegliedert. Zusätzlich können Sie die Fragen mit strukturierten Daten (FAQ-Schema im JSON-LD-Format) auszeichnen; eine besondere Darstellung in den Suchergebnissen ist dadurch allerdings nicht garantiert. Mehr dazu im Ratgeber Technisches SEO: Meta-Daten, Struktur und strukturierte Daten.

Wann lohnt sich eine zweite Sprache auf der Webseite?

Eine zweite Sprache lohnt sich, wenn Sie Gäste, Kunden oder Partner in einer anderen Sprache gezielt ansprechen wollen. Ohne klaren Bedarf wird sie schnell aufwendig und teuer.

Wann sich eine zweite Sprache lohnt

  • Tourismus: Gäste aus dem Ausland, etwa im Harz oder in Magdeburg, suchen Unterkünfte, Restaurants und Aktivitäten oft in ihrer eigenen Sprache. Eine englische oder weitere Sprachversion kann dann zu mehr Buchungen und Anfragen führen.
  • Internationale Kunden oder Partner: Bei B2B-Geschäften, Export oder Kooperationen mit Partnern, die nicht vorrangig Deutsch sprechen, kann eine eigene Sprachversion sinnvoll sein.
  • Mehrsprachige Zielgruppen vor Ort: In manchen Branchen, etwa in der Pflege oder bei Integrationsangeboten, erreichen Sie mit einer weiteren Sprache wie Englisch, Arabisch oder Polnisch mehr Menschen – vorausgesetzt, Sie wollen diese Gruppe aktiv ansprechen und können die Inhalte in guter Qualität liefern.

Wann Sie darauf verzichten können

Sind Ihre Kunden fast ausschließlich deutschsprachig und fehlen Ihnen die Ressourcen für Übersetzung und Pflege, reicht eine deutsche Webseite. Eine schlecht übersetzte oder veraltete zweite Sprache wirkt schlechter als gar keine.

Technik und Umsetzung

  1. Eigene Sprachversionen: Legen Sie pro Sprache eigene Unterseiten an, zum Beispiel /de/ und /en/, oder nutzen Sie Subdomains.
  2. Sprachauswahl: Bieten Sie eine gut sichtbare Sprachauswahl an, etwa im Menü.
  3. Hinweise für Suchmaschinen: Mit hreflang-Angaben zeigen Sie Suchmaschinen wie Google, welche Seite zu welcher Sprache gehört. So landen Nutzer eher auf der passenden Version.
  4. Qualität der Übersetzung: Lassen Sie Inhalte professionell übersetzen oder von Muttersprachlern prüfen. Maschinelle Übersetzungen ohne Korrektur wirken oft unprofessionell.

Checkliste: Ihre Seitenstruktur auf einen Blick

  1. Die Startseite erklärt in wenigen Sekunden, wer Sie sind, was Sie anbieten und wo Sie tätig sind.
  2. Die Leistungsseite beschreibt Ihr Angebot konkret und mit regionalem Bezug.
  3. Die Über-uns-Seite zeigt echte Menschen – mit Einverständnis für Fotos und Kundenstimmen.
  4. Die Kontaktseite nennt Adresse, klickbare Telefonnummer, E-Mail, aktuelle Öffnungszeiten und die Anfahrt.
  5. Impressum und Datenschutzerklärung sind von jeder Seite aus erreichbar.
  6. Das Hauptmenü hat wenige, eindeutig benannte Punkte und funktioniert auf dem Smartphone.
  7. Zusatzseiten wie FAQ oder eine zweite Sprache gibt es nur, wenn sie echten Mehrwert bieten und gepflegt werden.

Fazit

Eine gute Firmenwebseite braucht kein riesiges Menü, sondern wenige, klar aufgebaute Seiten: Startseite, Leistungen, Über uns und Kontakt, ergänzt um Impressum und Datenschutzerklärung. Eine FAQ-Seite oder eine zweite Sprache lohnt sich, wenn Ihre Kunden davon wirklich profitieren und Sie die Inhalte aktuell halten können. Mit dieser schlanken Struktur finden sich Besucher schnell zurecht – und der Weg zur Anfrage bleibt kurz.

Dieser Beitrag ist ein allgemeiner Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.

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